Die Patientenablage

 

Die Patientenablage ist ein eigenständiges, dreistufiges Einsatzmodulund dient der Erstversorgung von Patienten bei Einsätzen bis zu ca. 2 Stunden. Die PAL ersetzt somit gemäß der Landeskonzepte der überörtlichen Hilfe NRW „Sanitätsdienst und Betreuungsdienst“ NRW v. 23.08.2013 den BHP 50. Die Patientenablage besteht je nach Einsatzstufe aus mindestens einem oder bis zu drei GW-San und den Abrollbehälter „AB-MANV“. Weitere unterstützende Einsatzmittel müssen ggf. einzeln nachalarmiert werden. Um eine schnellere Versorgung des Kreisgebietes mit Patientenablagen zu gewährleisten, wurden insgesamt vier Einsatzbereiche (Nord, Mitte, Süd-Ost, West) gebildet, die sich an die jeweils einsatznächsten Einsatzmittel orientieren.

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Beim Betreiben einer Patientenablage ist der parallele Einsatz des Moduls BHP 50 aus dem Kreis Gütersloh nicht mehr möglich. Sollte ersichtlich sein, dass sich der Einsatz über mehr als 2 Stunden erstreckt, ist überörtliche Hilfe durch einen BHP-B 50 NRW anzufordern. Die Patientenablage wird aus der Ausstattung der mitgeführten GW-San / AB-MANV eingerichtet und betrieben. Die Patientenablage benötigt zwingend ärztliche Besetzung.

 

Von der Patientenablage können unmittelbar Transporte zu Behandlungseinrichtungen ausgeführt werden. Dazu bedarf es der ärztlichen Anordnung. Zur Unterstützung des Rettungsdienstes kann der jeweils zur Einsatzstelle nächststehende GW San der Stufe MANV 10 aus den PAL  durch die Einsatzleitung, den LNA oder OrgL. angefordert werden. Der einsatzstellennächste GW-San kann den Rettungsdienst bei begründetem Bedarf bereits unterhalb von 5 Verletzten Unterstützung leisten, wenn Bedarf besteht. Die Entscheidung liegt bei der Einsatzleitung, dem LNA oder OrgL. Der einsatzstellennächste GW-San sollte in der Lage sein, nach Alarmierung durch die Kreisleitstelle innerhalb von 15 Minuten mit entsprechender Besetzung zur Einsatzstelle auszurücken.

 

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